Die Entwicklung der Oberflächenbehandlung.

 

Quelle:
Fachbuch für
Parkettleger
und Bodenleger

www.sn-verlag.de

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Ursprünglich war eine Oberflächenbehandlung von Holzfußböden mit Ölen, Wachsen oder lackähnlichen Substanzen nicht bekannt. Die Böden wurden mit Sand abgestreut, und die Reinigung erfolgte durch Erneuerung des Sandes. Je größer die Schicht des Sandes war, um so besser war auch die Schutzfunktion.
Erst viel später wurden die Holzoberflächen zunächst mit Speckschwarten abgerieben. Neben dem Reinigungseffekt und der Pflegewirkung ergab sich auch noch eine Vertiefung der Holzfarbe. Aus dieser Technik entwickelte sich dann die Behandlung der Holzfußböden mit Ölen, bzw Wachsen. Als Öle wurden natürlich trockene Öle eingesetzt, z.B. Leinöl oder Holzöl. Diese Öle wurden zum Teil naturbelassen verarbeitet. Das bedeutet lange Trockenzeiten, die in Kauf genommen werden mussten. Zudem bestand die Gefahr, z.B. bei Sonneneinstrahlung, dass diese Öle wieder klebrig wurden. Um den Klebeeffekt zu beseitigen, wurden dann Wachse aufgetragen. Da die modernen Paraffine aus der Erdöldestillation nicht bekannt waren, war es durchaus üblich, dass tierische Wachse ranzig wurden und recht penetrant rochen. Wegen der geringen Schutzwirkung von solchen Ölen und Wachsen mussten die Flächen regelmäßig wieder mit Stahlwolle gespännt oder mit der Ziehklinge abgezogen werden.
Erst in den dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts wurde in Amerika zur Oberflächenbehandlung von Parkett und anderen Holzfußböden eine Weiterentwicklung von sogenannten Fußbodenölen eingesetzt. Diese natürlichen Öle wurden durch spezielle Verfahren in der oxidativen Trocknung beschleunigt. Diese lackähnlichen Stoffe wurden Floor-Sealer genannt. Die Floor-Sealer waren ölhaltige Imprägnierungen ohne Filmbildung. Der Vorteil dieser offenporigen Behandlung war eine pflegeleichte Nutzschicht. Die damaligen Floor-Sealer wurden weiterentwickelt und entsprechen heute den hochwertigen Öl-Kunstharz-Siegeln. Aus dem Wort „Seal" entstand dann die heutige Fachbezeichnung „Versiegelung." Mitte der fünfziger Jahre kam dann aus Schweden das sogenannte schwedische Verfahren. Es handelte sich hierbei um Siegelsysteme, bei denen zum Floor-Sealer noch Harnstoffharze zugegeben wurden. Um die Trockenreaktion zu beschleunigen, wurde zu dem ein Härter verwendet, der meistens salzsäurehaltig war. Deshalb war die spätere Fachbezeichnung „Säurehärtende Siegel."
Die Anfänge der Parkettversiegelung reichen in Deutschland bis 1950 zurück. 1952 erfolgte dann die Gründung der Chemisch Technische Arbeitsgemeinschaft Versiegelungen (CTA). Diese Arbeitsgemeinschaft hat dann die Versiegelungstechnik systematisch weiterentwickelt. Erst durch diese Versiegelungstechniken erfuhr Parkett seinen wirtschaftlichen Aufschwung.

Parkett ...ein Stück Persönlichkeit

 

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